8. Auf dem Weg zum „Heil-Werden „
 
 
Desiderata
 
 
 
 
Geh behutsam Deinen Weg,
inmitten des Lärms
und der Last dieser Welt
und vergiß nie,
welcher Frieden im Schweigen liegt.
Lebe, soweit als möglich
und ohne Dich selbst aufzugeben,
in guten Beziehungen zu anderen Menschen.
Verkünde Deine Wahrheit ruhig und klar.
Höre auch anderen zu,
sogar den Törichten und Unwissenden :
auch sie haben ihre Geschichte.
Vermeide laute und aggressive Menschen,
sie bringen nur geistigen Verdruß.
Es ist möglich, dass Du entweder stolz
oder verbittert wirst,
wenn Du Dich mit anderen vergleichst ;
denn immer wird es bedeutendere und
unbedeutendere Menschen geben, als Dich selbst.
Freue Dich des Erreichten genauso wie Deiner Pläne ;
Doch sei stets voller Demut.
Sei Du selbst.
Heuchle vor allen Dingen keine Zuneigung
und spotte nicht über die Liebe.
Trage freundlich die Bürde der Jahre
und gib mit Anmut alles auf,
was der Jugend zusteht.
Nähre die Kraft Deines Geistes,
um plötzlichem Unglück gegenüber gewachsen zu sein.
Viele Ängste entstehen aus Ermüdung und Einsamkeit.
Übe Dich in heilsamer Disziplin –
sei freundlich zu Dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums,
nicht weniger als die Bäume und die Sterne.
Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.
Und die Kraft des Universums wird sich so entfalten,
wie es sein muß,
ob Dir das klar ist oder nicht.
Deshalb lebe in Frieden mit Gott,
was immer Du Dir unter ihm auch vorstellst.
Und was immer Deine eigenen Bemühungen
und Absichten auch sein mögen,
halte Frieden mit Deiner Seele
in diesem lärmenden Durcheinander des Lebens.
Mit all ihrem Schein, ihren Kümmernissen
und zerbrochenen Träumen
ist diese Welt dennoch wunderbar.
Sei achtsam.
Strebe danach, glücklich zu sein.
Dieser Text wurde gefunden in der St. Pauls- Kirche in Baltimore.